TERRA.VITA - NEWS

UNESCO Geopark TERRA.vita und Landschaftsverband Westfalen- Lippe loten Kooperationsmöglichkeiten aus


Kommunale Spitzenvertreter und Deutsche UNESCO Kommission besuchen LWL Direktor


Anlässlich der kürzlich verliehenen UNESCO Anerkennung des Natur- und Geoparks TERRA.vita durch Außenminister Frank Walter Steinmeier statteten die Landräte Klaus Effing, Ralph Niermann und  Michael Lübbersmann aus den Kreisen Steinfurt, Minden-Lübbecke und Osnabrück sowie Udo Witthaus, Beigeordneter der Stadt Bielefeld dem Direktor des LWL Matthias Löb einen Besuch ab. Gesprächsteilnehmerin war auch Carolin Butler-Manning von der deutschen UNESCO Kommission, die im Auftrag des Außenministeriums die Anliegen von sechs  UNESCO Geoparks in Deutschland koordiniert. Butler-Manning hob den besonderen Rang der UNESCO Anerkennung hervor, die im Kontext zu den UNESCO Welterbestätten und Biosphärenreservaten zu sehen sei. Die kommunalen Spitzenvertreter unterstrichen die herausragende Bedeutung und verwiesen auf ein insoweit bestehendes Alleinstellungsmerkmal für den LWL.
Ziel von TERRA.vita ist, in seinem gesamten Gebiet - losgelöst von der Lage in NRW oder Niedersachsen - ein einheitlich hohes Niveau an Infrastrukturen und Angeboten für
Bürgerinnen und Bürger und Besucherinnen und Besucher zu etablieren und fortzuentwickeln. Im Gespräch wurde dazu deutlich, dass es viele Kompetenzen beim LWL gibt, die bei dieser Zielsetzung nutzbar gemacht werden können. Matthias Löb betonte, dass es nicht darum geht, das finanzielle Füllhorn auszuschütten sondern vielmehr darum, auf bestimmten Kompetenzfeldern zusammenzuarbeiten. Als solche Felder wurden die Bereiche Bildung, Landeskunde und paläontologische Bodendenkmalpflege identifiziert.

Erste Ideen beziehen sich auf die Unterstützung bei der Zielsetzung, das Bergwerks-museum in Ibbenbüren zu erhalten und die Bergwerksgeschichte am Schafberg in lebendiger Erinnerung zu halten. Auch im Bereich des Teutoburger Waldes im Kreis Gütersloh und in Bielefeld finden sich vielfältige Zeugen einer älteren Bergbaugeschichte, die erlebbar werden sollen. Im Wiehengebirge, im Kreis Minden-Lübbecke sind eine Vielzahl von Fossilien entdeckt worden, daher wären hier weitere Grabungen denkbar. Wunsch von TERRA.vita ist, viele der Funde im gesamten Parkgebiet den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, etwa in Form einer Wanderausstellung.

Grundsätzlich ist das Thema der UN Weltdekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ von herausragender Bedeutung. Hier kann ein großer Erfahrungsschatz der  geografischen Kommission im LWL abgerufen werden. Es wäre wünschenswert, wenn das Thema Heimatkunde und das Wissen über unseren Planeten Erde über Erdkundebücher am Beispiel TERRA.vitas transportiert werden könnte.

Matthias Löb sicherte zum Abschluss des Gespräches die fachliche Unterstützung des LWL zu. Mit Blick auf die vielfältigen Berührungspunkte sei er gerne bereit, Kontakte herzustellen und die Zusammenarbeit zu befördern. Auch eine strukturelle Zusammenarbeit, etwa durch Mitwirkung des LWL in regelmäßigen Arbeitsgruppen von TERRA.vita sei zu begrüßen.

Die Landräte und der Beigeordnete waren Löb für seine große Offenheit für die Anlie-gen ihres UNESCO Geoparks dankbar. Das Gespräch könne ein erster Schritt zu einer dauerhaften strategischen Partnerschaft sein, der die Attraktivität der Region nicht zu-letzt auch für Touristen weiter steigert, so die kommunalen Spitzenvertreter.

07 Oktober 2016