Orgelbau


Orgelbau – ist das noch Handwerk oder schon Kunst?

Die Orgel gehört sicherlich zu den eindrucksvollsten Instrumenten der Welt. Jede Orgel ist ein Unikat und erzielt in Kirchen oder in manch einem Konzertsaal die Wirkung eines beeindruckenden Kunstwerks, dem wir umso mehr ehrfurchtsam lauschen, wenn jemand es spielt.

Der Orgelbau ist ein traditionelles Handwerk, das auf eine lange, bewegte Geschichte zurückblickt. Die Anfänge des Orgelbaus gehen bis in die Antike zurück. Die ältesten noch funktionsfähigen Orgeln reichen ins 15. Jahrhundert zurück.

Ganz so weit lässt sich der Osnabrücker Orgelbau nicht zurückverfolgen. Trotzdem besitzt er eine lange Tradition, die mit der Werkstattgründung von Anton Franz Schmid in Quakenbrück im Jahr 1790 begann. Nach mehreren Orts- und Eigentümerwechseln existiert diese Werkstatt heute noch als die Kreienbrink Orgelmanufaktur, die von Kirsten Schweimler-Kreienbrink und Joachim Kreienbrink geführt wird und ihren Sitz in Georgsmarienhütte hat. Über die vielen Jahre wurden über 750 Instrumente neu gebaut, umgebaut oder restauriert. Heute liegt der Fokus der Werkstatt auf die Umstellung und den Umbau vorhandener Orgeln.

 

Warum Immaterielles Kulturerbe?

Deutschland hat mit rund 50.000 Instrumenten die höchste Orgeldichte der Welt. Der Orgelbau und die Orgelmusik sind Teil der deutschen Identität, der christlichen Religion und verkörpern ein traditionelles Kulturgut. Der Bau einer Orgel erfordert eine hohe Kunstfertigkeit sowie besonderes Wissen und Können im Umgang mit verschiedenen Materialien. Diese Handwerkstechniken werden seit Generationen weiteregegeben und weiterentwickelt. In den Instrumenten spiegeln sich dabei häufig die stilistischen Merkmale der jeweiligen Epoche wider. Im Jahr 2017 wurde der Orgelbau und die Orgelmusik von der UNESCO auf die weltweite Liste immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

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