Kunst oder Bodenkunde?
Ein Kurs zum Erlernen der „Lackprofiltechnik“
Am Sonntag, den 13. August bietet der UNESCO-Geopark TERRA.vita einen Kurs an, bei dem die Teilnehmer eine alte bodenkundliche Präparationstechnik näher kennen lernen können.
„Kunst“ wird auch definiert als „menschliches Kulturprodukt“ oder als „Ergebnis eines kreativen Prozesses“. Danach ist ein „Lackprofil“ eigentlich kein Kunstwerk. Lackprofile dienen in der Tat in den meisten Fällen eher dazu, archäologische Befunde oder geologische Phänomene dauerhaft festzuhalten.
Die feinen Strukturen, die man vielerorts in den Ablagerungen unter der Erde findet, erscheinen aber oft – wenn man sie entsprechend präpariert – fast wie Gemälde oder Skulpturen. Der „Künstler“ war in diesem Fall die Natur: Sie sortierte feinen und groben Sand zu faszinierenden Mustern, ließ Eisen in leuchtenden Farben oxidieren oder reicherte Humusstoffe in skurrilen Strukturen an. Fixiert man diese natürlichen Bildungen in geeigneter Weise, entstehen durchaus dekorative Stücke, die neben ihrem ästhetischen Wert sogar einen naturwissenschaftlich interessanten Hintergrund haben.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter 0541/501-4217 erforderlich. Eine Kostenbeteiligung in Höhe von 15,- Euro pro Person ist erwünscht. Alte Kleidung und Arbeitshandschuhe sind mitzubringen.
Treffpunkt ist um 11:00 Uhr der Wanderparkplatz Mühlenort an der Landstraße zwischen Wallenhorst und Engter (Wallenhorster Straße).
Teilnahme auf eigene Gefahr. Verpflegung sollte mitgebracht werden. Nähere Informationen beim Natur- und Geopark TERRA.vita unter www.naturpark-terravita.de oder unter 0541/501-4217.